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Generation Y, du kotzt mich an!

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This column is only available in German.
Generation Y Beziehungsunfähig. Meine Generation kotzt mich an. Egal ob es darum geht damit alles zu erklären oder einfach in diese Schublade gesteckt zu werden. Es ist meiner Meinung nach eine beschissene Generation. Vor allem wenn es um Beziehungen geht. Nicht um sonst werden wir auch die Generation Beziehungsunfähig genannt.

Vielleicht war ich schon immer anders. Ich habe grundsätzlich das Gegenteil davon gemacht, was alle gemacht haben. Haben alle im Alter von 14-16 Jahren angefangen zu rauchen, habe ich es extra nicht gemacht. Genau das trennt mich von dieser Generation: Alles anders zu machen. Oder ist das genau das für was diese Generation Y steht?

Es ist mir unverständlich, warum niemand mehr in dieser Generation für etwas kämpft. Keiner kämpft mehr für die Liebe. Wir sind alles Weicheier, die auf etwas besseres warten. Etwas was uns zufliegt. Kämpfen? Nein das ist uns zu anstrengend. Wir wollen simpel, wir streben den einfachen, bequemen Perfektionismus an.

Generation Y beziehungsunfähig, du kotzt mich an!

Warum können wir nicht aufstehen und Probleme bewältigen anstatt ihnen aus dem Weg zu gehen? Warum reden wir nicht mehr? Ich verstehe es nicht.

Als ich meine Oma nach dem Rezept für das Geheimnis einer langen Ehe fragte, sagte sie nur: nicht aufgeben. Eine Beziehung ist Arbeit, nicht nur manchmal sondern konstant die ganze Zeit. Sie ist nicht immer schön und sie ist vor allem eines nicht: EINFACH. Eine Beziehung mit der Person, die man liebt, zu führen ist Arbeit. Sie bedeutet in den schwierigen Zeiten noch mehr zusammen zu halten als in den Guten. Den erst, wenn man die schwierigen Zeiten bewältigt ist es eine funktionierende Beziehung.

Ich verstehe nicht warum wir das nicht alle anstreben? Denn ich habe meine Blickwinkel verändert und muss sagen es, fühlt sich gut an. Ich strebe nach einer unglaublich langen Beziehung oder sogar einer noch längeren Ehe. Ich will das es funktioniert. Menschen funktionieren aber nicht. Deshalb ist es wichtig zuzuhören, zu verstehen. Oder besser ausgedrückt: Kommunikation.

Und um noch mal auf das Kämpfen zurück zu kommen. Was ist los mit all den Frauen in dieser Welt? Sie wollen sich vor allem in der Generation Y emanzipieren, schaffen es aber nicht für die Liebe zu kämpfen? Was ist das für eine scheinheilige Emanzipation.

Ich für meinen Teil, kann sagen: Generation Y, du kotzt mich an!  Ich habe es zumindest teilweise geschafft auszubrechen, denn ich habe gekämpft. Und es ist ein geniales Gefühl. Das Gefühl, dass jeder in dieser Generation will: Freiheit, Unabhängigkeit, Ungebundenheit. Genau das habe ich gefühlt, als ich mir Liebe erkämpft habe.

Liebst, Vanessa

Meine anderen Kolumnen findet ihr hier.

  • Esther

    Liebe Vanessa,
    ich bin sehr beeindruckt. Sehr klar auf den Punkt gebacht.
    Die Gesellschaft hat sich sehr verändert und ist auch weiter im Wandel.
    Meine Großeltern haben mir bei meiner Scheidung auch kein Verständis entgegen gebracht. Mit den gleichen Aussagen die auch deine Großmutter dir mit auf den Weg gegeben hat.
    Ich würde mir wünsche das mehr Menschen darüber nachdenken würden.
    Liebe Grüße
    Esther

    11. May 2017 at 4:27 PM Reply
  • Cathleen Lühmann

    So siehts aus 😀

    28. April 2017 at 5:51 PM Reply
  • Ruth

    Liebe Vanessa,
    das ist wirklich ein sehr spannendes und wichtiges Thema. Ich finde auch, dass wir es uns häufig zu einfach machen, getrieben von der unglaublichen Masse an Möglichkeiten, die unserer Generation zu teil wird. Es wird schnell aufgegeben, nicht mehr um die Liebe gekämpft, oder die Liebe erst gar nicht richtig zugelassen. Ich habe mich vor einiger Zeit auch mal mit dem Thema beschäftigt. Vielleicht hast du ja Lust mal in meinen Text dazu reinzulesen: http://ruthgarthe.com/generation-beziehungsunfaehig/

    Liebe Grüße
    Ruth
    http://ruthgarthe.com

    26. April 2017 at 11:30 AM Reply
  • Cathleen Lühmann

    Liebe Vanessa,

    ein wirklich spannender Text!

    Ich weiß genau was du meinst- dieses Beispiel mit dem Rauchen würde auch auf mich zutreffen. Ich würde auch von mir behaupten, dass ich eher etwas ”altmodisch” denke und kann gewisse Sachen heut zu Tage auch nicht verstehen… Ich bin schon seit einige Zeit in festen Händen und wie deine Oma sagte- es ist nicht immer einfach und deine Worte ”man muss kämpfen” treffen völlig zu. Kommunikation und Zusammenhalt sind einfach das A und O. Meiner Meinung nach gibt es nichts schöneres als mit einer Person zusammen zu sein auf die du dich 1000% verlassen kannst und mit der man schon viel durchgemacht hat. Natürlich sollte man sich nicht alles gefallen lassen und wenn man merkt das das kämpfen sich einfach nicht auszahlt und zu viel negatives überwiegt, sollte man eine Entscheidung treffen, da man nur ein Leben hat und dieses genießen sollte, jedoch muss man auch wissen, dass nicht alles perfekt sein kann und es immer etwas geben wird, was einen stört, doch da kommen wir wieder zur Ausdauer und zum Kampf.

    Liebe Grüße, Cathleen ♥

    http://holzreich.com

    23. April 2017 at 10:44 PM Reply

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